Heute habe ich etwas gemacht, was neu für mich ist… anstatt zu viel nachzudenken, startete ich meine Webcam und nahm meinen ersten Vlog-Eintrag auf. Hoppla.

Ok, zugegeben,… es ist nicht komplett spontan und aus dem Nichts heraus passiert. Vieles stand dafür (teilweise seit Jahren) bereit: eine Webcam, ein Mikrofon, Videoschnitt-Software, ein YouTube-Account, der darauf wartet, mit Inhalt gefüllt zu werden. Und auch habe ich mir über die Jahre das Eine oder Andere angeeignet, was es möglich machte, einfach so ein Video aufzunehmen und zu posten (wie zum Beispiel handgezeichnete Logos machen zu können oder ein gefülltes visuelles Notizbuch zu haben). Es bedurfte dennoch eines spontanen Sprungs heute Morgen. Ein Sprung, der sich anfühlte, als ob ich endlich von einer kleinen Klippe springen würde, die mich seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten von der Seite aus angestarrt hat.

Ich sehe natürlich sooo viele Mängel in dem Video… Ich spreche sehr langsam, der Sinn des Videos ist unklar… das ist mir etwas peinlich. Aber dieses Gefühl der Peinlichkeit ist nur eine Facette dessen, was ich wahrnehme. Mir fällt gleichzeitig auf, dass ich mich nicht allzu sehr um Produktionsthemen, wie z.B. schlechtes Licht oder mangelhaften Sound, schere. Und – Überraschung – eine Seite aus meinem Notiz-/Skizzenbuch zu zeigen, fühlt sich fein an!

Was ich ebenfalls in mir wahrnehme, ist…

  • eine spielerische Energie,
  • der Eindruck, etwas auf der Spur zu sein,
  • ein Gefühl, in diesen verrückten, unbestimmten Zeiten ganz ich selbst zu sein.

Interessant.

Was wäre, wenn… ich es wagen würde, mich öfter auf meine Kindlichkeit einzustimmen und seiner Weisheit zu folgen?

Was wäre, wenn… ich schneller Tun und Teilen würde, und zwar bevor ich alles weiss und verstehe (was natürlich nie der Fall ist)?

Was wäre, wenn… ich erst mal nur wahrnehmen würde, wie es sich anfühlt, zu tun und zu teilen?

Hier also mein erstes Vlog auf YouTube (auf Englisch):